7. Spieltag: Floorball Club Potsdam – SG Potsdam 11:3

Am Samstag hatte das lange Warten endlich ein Ende. Das Derby zwischen den beiden Potsdamer Mannschaften stand an.

Zur allgemeinen Sicherheit beider Mannschaften und beider Fanlager, sollte das Spiel an einem weit entfernten Ort stattfinden. Trotz der langen Anreise, waren doch einige Vertreter beider Lager vor Ort anzutreffen. Das (bestimmt) zur Sicherheit bestellte Großaufgebot der Polizei schien den Ort nicht zu finden, oder hielt sich verdeckt.

Nach der Einlasskontrolle, bei denen allen Fans die Bengalos abgenommen wurden, die Personalien aufgenommen und die Hallenzutrittserlaubnis kontrolliert wurden, kam es auch zum ersten Kontakt zwischen beiden Mannschaften, welcher noch sehr verhalten ausfiel. Provokationen vor dem Spiel sollten sicherheitshalber vermieden werden. So konnte das Spiel ohne weitere Zwischenfälle von den beiden Schiedsrichtern aus Mellensee angepfiffen werden.

Ziel für den FBC waren auch im Derby die drei Punkte. Trainer Atte, der wieder von der Bank aus alles im Blick hatte, ließ uns das Spiel unter dem Motto „Let´s have fun with our Friends!“ beginnen. Offensichtlich ein Geheimcode um den Gegner zu zermürben und in Sicherheit zu wiegen. Es sollte schon nach wenigen Minuten Früchte tragen. Nach Vorlage von Tim erzielte Bobs das erste Tor des Spiels, nur 30 Sekunden später erhöhte Paul auf 2:0. Von dieser schnellen Führung ließen wir uns allerdings eher aus der Ruhe bringen. Die SG Potsdam kam nach individuellen Fehlern in der Hintermannschaft zum verdienten Anschlusstreffer. Nicht immer schön aber halbwegs effektiv konnte die Führung aber durch Bobs, AB und Paul wieder erhöht werden bevor Micha, der Kapitän der SG, noch vor der Drittelpause auf 5:2 verkürzte.

Die Drittelansprache fiel dementsprechend verhalten aus. Atte diagnostizierte Kopfprobleme in der gesamten Mannschaft. Das gewohnte Spiel des FBC war im ersten Drittel nicht zu sehen. Ziel war es im zweiten Drittel nicht blind auf das gegnerische Tor zu feuern, welches diesmal von Ersatztorhüter Leon gehütet wurde, sondern schöne Spielzüge zu zeigen. Das gelang uns dann im zweiten Drittel schon deutlich besser. Leon schoss das erste Tor, Tim und zweimal Bobs erhöhten auf 9:2. Weitere nennenswerte Aktionen waren nicht zu vermelden. Große Bewunderung galt den Schiedsrichtern die bei diesem Spiel die Nerven behielten und nicht wegnickten.

Mit Motivation durch das deutlich bessere zweite Drittel, sollte in den letzten 20 Minuten nochmal alles gegeben werden. Auf das erhoffte Feuerwerk musste allerdings vergeblich gewartet werden. Erst nach 14 Minuten fiel das nächste Tor, leider auf der Seite der SG. Durch den ungebrochenen Willen, das Drittel nicht zu verlieren, schossen Tim und AB dann jeweils noch ein Tor. Micha gab den Schiedsrichtern dann kurz vor Schluss nochmal die Möglichkeit zu agieren und das Blut wieder aus den Fingerspitzen zu bekommen und handelte sich die einzige 2-Minuten Strafe des Spiel ein. Eine notwendige Strafe um die Situation nicht eskalieren zu lassen.

So geht das heiß erwartete Derby relativ eindeutig mit 11:3 an den FBC. Weitere wichtige drei Punkte für den geplanten Aufstieg. Die Tabellenspitze konnten wir uns nicht wieder holen, da die Laikas im Parallelspiel auch mit 11:3 gegen die Young Rockets gewannen. Die Hinrunde ist damit beendet, nächstes Wochenende beginnt bereits die Rückrunde. Im letzten Spiel vor der Winterpause trifft der FBC dann in Berlin auf die SG UHC Berlin/Tegel. Ziel soll es dann sein auf dem ersten Platz zu überwintern.

Vielen Dank und großen Respekt an die SG Potsdam. Ein so faires Derby gibt es wohl nur selten. Wir wünschen der SG auch für alle weiteren Spiele viel Erfolg, müssen aber im Rückspiel darauf hinweisen keine Freundschaften berücksichtigen zu können. Danke auch an alle mitgereisten Fans für das Anfeuern beider Mannschaften und für den ausgebliebenen Platzsturm. Bis Redaktionsschluss sind keine Hallenverbote vermeldet wurden.

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